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Aktion „Altenholzer Vielfalt stoppt Gefahren des Jakobskreuzkrautes"

Veröffentlicht in Umwelt und Natur

Liebe Altenholzer,

unsere Aktion „Altenholzer Vielfalt stoppt Gefahren des Jakobskreuzkrautes" startete fast von allein: Z.B. boten all die vielen Krokusblüten in unserer Gemeinde den Hummelköniginnen erste Nahrung. Die Königinnen sind die einzigen eines Hummelstaates, die den Winter überleben. Hummeln sind nicht so empfindlich gegen Kälte wie Bienen und können warme Märztage schon nutzen, einen neuen Staat aufzubauen.

Auch das bevorstehende Osterfest hilft unserer Aktion: Bis Ostern möchten Sie Farbe auf Balkone und in Gärten bringen. Doch die Farbe einer Blüte allein macht noch keine bienenfreundliche Pflanze. Unsere Altenholzer Blumenhändler sind informiert und beraten Sie gern. Nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!" holen Sie mit fachkundiger Hilfe Vielfalt in innerörtliche Bereiche.

Damit „Altenholzer Vielfalt" durchhält bis Oktober, können Sie weitere Vorbereitungen treffen: Halten Sie z.B. Ausschau nach einem kleinen noch freien Fleckchen in Ihrem Garten, auf dem Sie eine Mini-Blumenwiese wagen möchten, vielleicht 1 qm oder ein Randstreifen? Samen werden reichlich angeboten, und die Saatzeit März bis Juni passt auch. Ausgesäte Blumen sind automatisch immer bienenfreundlich, denn ohne Bestäubung hätte die Blume keine Samen bilden können.

Wenn Sie sich für Samenmischungen anstatt einzelner Sorten entscheiden, hier drei Informationen, um Sie vor Enttäuschungen zu bewahren:

  1. Auf den Samentüten lesen Sie, dass die Abfüllfirmen im süddeutschen Raum liegen. Es können also Samen in der Mischung sein, die für Klima und Bodenverhältnisse bei uns nicht geeignet sind und deshalb nicht aufgehen.
  2. Platz für 5 oder sogar 10 qm, wie auf den Tüten angegeben, hat niemand in seinem Garten. Doch Aufteilen unter Nachbarn und Freunden hilft der „Altenholzer Vielfalt".
  3. „Ein- und mehrjährig" steht häufig auf den Tüten. Einjährig heißt, dass aus dem Samen eine Pflanze wächst, die schon in diesem Jahr blüht und Samen bildet, dann aber neu ausgesät werden muss, z.B. Cosmea, Kornblume, Löwenmaul. Mehrjährig oder zweijährig heißt, dass aus dem Samen in diesem Jahr nur eine Blattrosette treibt, die dann im nächsten Jahr zur Pflanze aufwächst, blüht und Samen bildet und oft noch im Jahr darauf wieder ausschlägt, z.B. Fingerhut, Kardendistel, Nachtkerze. Die Blattrosetten in diesem Jahr sind also kein Unkraut.

Für den AKU
Helga Tewes