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Linden in Altenholz

Veröffentlicht in Umwelt und Natur

Liebe Altenholzer,

die zwei Linden im Bereich der Bushaltestelle „Ostpreußenplatz" werden von uns „Bus-Linden" genannt, die Linde im Bereich der Haltestelle „Rathaus" entsprechend „Rathaus-Linde". Diese Linden sind dem AKU inzwischen im wahrsten Sinne über den Kopf gewachsen und werden nun vom Bauhof der Gemeinde betreut. Da diese recycelten Linden von Anfang an zwischen Straße und Radweg aufwachsen und nicht wie die alten Linden nachträglich durch den Straßenbau in ihrem Wurzelwerk eingeengt und durch Schadstoffeintrag belastet wurden, können wir hoffen, dass sie sich auf diese schwierigen Verhältnisse einstellen.

Die zum Europa-Tag gepflanzte Linde im Freizeit-Park in Altenholz-Klausdorf kann sich ohne schädigende Einflüsse frei entwickeln. Die 2015 vom AKU gepflanzte Linde an der Stifter Allee steht an einer wenig befahrenen Straße. Weitere Lücken in der Stifter Allee werden sicher nach und nach geschlossen, wenn die Baumaßnahmen für die Ladenzeile beendet sind. Bis all diese Linden allerdings blühen und Nahrung für die Bienen liefern, müssen sie erst ein Alter von 20-25 Jahren erreichen.

Unter unseren heimischen Bäumen blühen die Linden zuletzt, die Sommerlinde noch später als die Winterlinde. So wurde der Juli früher auch Lindenmonat genannt. Mit ihrem Nektar bieten Linden eine gute Bienenweide, und hiesige Imker bringen ihre Völker natürlich in Absprache mit dem Eigentümer, z.B. zu den Knooper Lindenalleen, um wie beim Raps den Ertrag durch kurze Flugwege für die Honigbienen zu erhöhen.

Die Linden blühen nicht nur, sondern sie „honigen" dabei und zwar ab einer Lufttemperatur von 21°C. D.h. der Nektar in ihren Blüten wird durch die Wärme erst ab dieser Temperatur so fließfähig, dass die Bienen ihn mit ihren Rüsseln aus den Blüten saugen können.

Der Standort der Bienenvölker ist aber auch wasserabhängig. Damit der Eintrag der Honigbienen in einem Volk zu Honig verarbeitet werden kann, braucht es auch „Wasserträgerinnen". Jede Biene durchläuft in ihrem Leben unterschiedliche Aufgabenbereiche, damit das Volk als Ganzes überlebt.

Durch die Klimaerwärmung verlagert sich die Lindenblüte nach vorn und endet statt Anfang August oft schon Mitte Juli. Die Lindenblüte ist für die Honigbienen die letzte kompakte Nahrungsquelle. Danach sind die Honigbienen so wie die anderen Blüten bestäubenden Insekten auf die Blüten angewiesen, die sie in Feld und Flur und vor allem in Ihren Gärten finden.

Für den AKU
Helga Tewes